Lamborghini Espada
400 GT
Fahrzeugdaten
- Erstzulassung
- 1973
- Kilometerstand
- 98'000 km
- Treibstoff
- Benzin
- Getriebe
- Manuell
- Leistung
- 350 PS
- Standort
- Grosswangen
Highlights
- - Restauriertes Fahrzeug in sehr gutem Zustand
- - Ausführliche Dokumentation
- - Sehr viele Ersatzteile verfügbar
Bekannte Mängel
- - Mittelkonsole hinten Naht gerissen
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Galerie
Fahrzeugbeschreibung
Wenn der Miura das Herz und der Countach die Fantasie von Lamborghini war, dann war der Espada wohl die Vernunft. Dieser Lamborghini Espada wurde 1973 in Nachtblau mit senffarbenem Interieur an Achilli Motors in Mailand ausgeliefert und fand von dort seinen ersten Besitzer. Bereits 1977 gelangte der Wagen in die Schweiz, wo er 1999 schliesslich vom letzten Eigentümer übernommen wurde. Was danach folgte, war keine gewöhnliche Restaurierung, sondern ein Langzeitprojekt aus Leidenschaft. Über einen Zeitraum von neun Jahren wurde der Espada in aufwändiger Eigenregie vollständig neu aufgebaut. Nicht mit dem Ziel einer schnellen Fertigstellung, sondern mit dem Anspruch, dem Fahrzeug gerecht zu werden. Seit Abschluss der Arbeiten im Jahr 2008 wurde der Lamborghini regelmässig bewegt, gewartet und geprüft. Genau das spürt man heute. Der Wagen präsentiert sich in einem sehr schönen Zustand und wirkt nicht wie ein Fahrzeug, das lediglich existiert, sondern wie eines, das tatsächlich gefahren wurde. Die heutige Farbkombination aus dem ikonischen Lamborghini-Ton "Giallo Fly" und dem beigen Interieur verleiht dem Espada genau die Präsenz, die seiner aussergewöhnlichen Linienführung gerecht wird. Die Karosserie wirkt futuristisch, elegant und selbst mehr als fünfzig Jahre nach ihrer Entstehung verblüffend modern. Unter der langen Haube arbeitet der legendäre Lamborghini-V12, der den Namen der Marke weltweit berühmt gemacht hat. Bereits beim Start erinnert der Motor daran, dass man hier nicht in einem gewöhnlichen Gran Turismo sitzt. Der Zwölfzylinder läuft kultiviert, entwickelt gleichzeitig aber eine mechanische Dramatik, die nur ein klassischer italienischer Hochleistungsmotor erzeugen kann. Der Zustand des in 6'000 Stunden restaurierten Espada ist rundum sehr gut. Leichte Gebrauchsspuren sind vorhanden, aber es sind keinerlei Mängel bekannt. Der Wagen fährt sich wunderbar und ist sowohl auf kurvigen Alpenstrassen als auch auf der Autobahn zuhause. Sollte der hochdrehende V12 nicht den richtigen Sound liefern, erledigt das ein seltenes Berlin 8000 Super Arimat aus dem Hause Blaupunkt. Das Audiosystem ist an der separaten Schwanenhals-Bedienung leicht erkennbar und es kostete damals so viel wie ein Kleinwagen. Besonders erfreulich ist die umfangreiche Dokumentation. Zwar ist das originale Serviceheft derzeit nicht auffindbar, dafür existiert eine umfangreiche Sammlung aus Rechnungen, Zeichnungen, Unterlagen und weiteren Dokumenten, welche die Geschichte und Restaurierung des Fahrzeugs nachvollziehbar begleiten. Zusätzlich stehen gegen Aufpreis zahlreiche seltene Ersatzteile zur Verfügung, darunter auch ein kompletter originaler Radsatz. Dieser Espada richtet sich nicht an Menschen, die einfach einen Oldtimer suchen. Er richtet sich an Menschen, die einen Lamborghini suchen, den man nicht an jeder Ecke sieht. Mehr Daten und Bilder findest Du unter: www.lunicars.com Ein 4K-Video inklusive Sound zum Fahrzeug findest Du unter folgendem YouTube-Link: https://www.youtube.com/watch?v=8sQx7pdU5VI Details: - 98'000 km - Auslieferung 29.11.1973, 1. Inv. 01.08.1977 - Veteranen-MFK September 2026 03.07.2020 - 3'929 ccm V12-Motor - 350 PS - Typenschein 048203X - Stammnummer 065.806.60 - Chassis 9120 - Leergewicht 1’700 kg - Zuladung 330 kg Modellgeschichte: Der Lamborghini Espada gehört zu den aussergewöhnlichsten Fahrzeugen, die Ferruccio Lamborghini jemals bauen liess. Während Modelle wie Miura, Countach oder Diablo die öffentliche Wahrnehmung der Marke prägten, war der Espada das eigentliche Herzstück des Unternehmens. Als Lamborghini in den 1960er-Jahren begann, Ferrari Konkurrenz zu machen, verfolgte Ferruccio Lamborghini eine andere Philosophie als viele seiner Mitbewerber. Er wollte nicht in erster Linie Rennwagen bauen, sondern luxuriöse Gran Turismos für schnelle und komfortable Reisen. Genau aus diesem Gedanken entstand der Espada. Die Grundlage bildete das futuristische Konzeptfahrzeug Marzal, welches von Marcello Gandini bei Bertone entworfen wurde. Gandini, einer der bedeutendsten Automobildesigner des 20. Jahrhunderts, zeichnete später auch den Miura und den Countach. Beim Espada schuf er jedoch etwas völlig anderes. Die extrem flache Dachlinie, die grosszügig verglaste Karosserie und das langgezogene Heck machten den Espada zu einem der unverwechselbarsten Automobile seiner Zeit. Noch heute wirkt die Form futuristisch und hebt sich deutlich von anderen Gran Turismos der frühen siebziger Jahre ab. Technisch setzte Lamborghini auf den bewährten V12-Motor von Giotto Bizzarrini. Der legendäre Konstrukteur hatte ursprünglich Ferraris berühmte 250-GTO-Motoren entwickelt und schuf für Lamborghini eines der bedeutendsten Zwölfzylinder-Aggregate der Automobilgeschichte. Im Espada leistete dieser V12 je nach Ausführung bis zu 350 PS und verlieh dem Fahrzeug beeindruckende Fahrleistungen. Gleichzeitig bot der Wagen etwas, das praktisch kein anderer Supersportwagen seiner Zeit liefern konnte: Vier vollwertige Sitzplätze. Der Espada war kein kompromissloser Exot, sondern ein echter Gran Turismo für lange Reisen. Vier Personen konnten komfortabel mit hoher Geschwindigkeit quer durch Europa reisen und dabei den unverwechselbaren Klang des Lamborghini-V12 geniessen. Zwischen 1968 und 1978 entstanden lediglich rund 1'200 Exemplare aller Serien. Damit gehört der Espada heute zu den seltensten und zugleich interessantesten Modellen der klassischen Lamborghini-Geschichte. Lange Zeit stand er im Schatten seiner berühmteren Brüder. Doch das hat sich in den letzten Jahren verändert. Immer mehr Sammler erkennen, wie bedeutend das Modell tatsächlich ist. Der Espada war nicht nur ein Lamborghini - er war der Lamborghini, mit dem Ferruccio Lamborghini seine eigentliche Vision verwirklichte.
